Gemeinsam mit dem WWF startet der Walter Zoo deshalb ein Mitmachprojekt, das die Bevölkerung aktiv einbezieht: Gesucht werden Beobachtungen von Glühwürmchen – aus der Gegenwart ebenso wie aus der Erinnerung vergangener Jahre – in der Ostschweiz und im Fürstentum Liechtenstein.
In der Region sind drei verschiedene Leuchtkäferarten heimisch. Doch wo genau sie heute noch vorkommen und wie ihre frühere Verbreitung aussah, ist nur teilweise dokumentiert. Jede Meldung hilft, dieses Wissenslücken zu schliessen und ein genaueres Bild der nächtlichen Biodiversität zu zeichnen.
Wer in der Dämmerung oder nachts ein Glühwürmchen entdeckt, kann seine Beobachtung unkompliziert online melden. Auch ältere Erinnerungen sind ausdrücklich willkommen. Die gesammelten Daten fliessen direkt in wissenschaftliche Auswertungen ein und liefern wichtige Hinweise darauf, wo die faszinierenden Insekten noch leben – oder bereits verschwunden sind.
Für besonders Interessierte bietet das Projekt die Möglichkeit, sich aktiv als Glühwürmchen-Entdecker:in zu engagieren. Zwischen Mai und September 2026 beobachten Freiwillige über mehrere Wochen ausgewählte Gebiete. Die Teilnehmenden werden fachlich eingeführt und während des Projekts begleitet.
Leuchtkäfer sind nicht nur ein ästhetisches Naturphänomen, sondern auch ein wichtiger Indikator für intakte Lebensräume. Als sogenannte Schirmart stehen sie stellvertretend für viele weitere Tier- und Pflanzenarten mit ähnlichen Ansprüchen. Ihr Schutz bedeutet daher auch den Erhalt strukturreicher Landschaften und dunkler Nächte – Grundlagen für eine lebenswerte Umwelt, von der letztlich auch wir Menschen profitieren.
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